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Erfolgsstudie Weiterbildung

Mehr Verantwortung im Job, ein besseres Gehalt und die Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit sind laut der aktuellen DIHK-Erfolgsstudie Weiterbildung die größten Motive von IHK-Absolventen der Höheren Berufsbildung. Die Ergebnisse stammen von über 17.000 Absolventen einer Aufstiegsfortbildung der letzten sechs Prüfungsjahre, darunter auch zahlreiche Teilnehmer der Industrie- und Handelskammer Erfurt.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Umfrage lauten:
• Höherer Schulabschluss – höhere Motivation
Die Absolventen in der Höheren Berufsbildung (Aufstiegsfortbildung) verfügen mindestens über einen Mittleren Bildungsabschluss.

• Erst Ausbildung, dann Weiterbildung
Drei Viertel der Absolventen haben vor ihrer Weiterbildung eine betriebliche oder schulische Ausbildung abgeschlossen, jeder Vierte verfügt über einen Hochschulabschluss. Damit starten im Freistaat mehr Hochschulabsolventen eine berufliche Weiterbildung als im Bundesdurch-schnitt. Bundesweit besitzt nur jeder siebte Weiterbildungsteilnehmer einen akademischen Abschluss.
• Welche sind die gefragtesten Abschlüsse?
Die Renner unter den Weiterbildungsabschlüssen sind der Geprüfte Wirtschaftsfachwirt, der Geprüfte Bilanzbuchhalter sowie der Geprüfte Betriebswirt.

• Wie alt sind die Teilnehmer?
Zum Zeitpunkt der Weiterbildungsprüfung war die Hälfte der Erfurter Teilnehmer in einem Alter zwischen 26-35 Jahren, jeder Fünfte (bundesweit jeder Vierte) nur 25 Jahre alt oder jünger.

• Die Qualität der Thüringer Bildungsinstitute ist hoch.
Mehr als 96 Prozent der Teilnehmer würden ihren Lehrgangsanbieter weiterempfehlen und 65 Prozent waren mit dem Konzept zufrieden.

• Welche Gründe hatten die Absolventen?
Von der Weiterbildung erwarteten 62 Prozent (bundesweit 66 Prozent) einen beruflichen Aufstieg und 42 Prozent (bundesweit 46 Prozent) bessere Verdienstmöglichkeiten. Aber auch die Arbeitsplatzsicherung und die Vertiefung beruflicher Kenntnisse waren Gründe, eine Weiterbildung zu beginnen. Für 72 Prozent (bundesweit 65 Prozent) hat es sich dann auch gelohnt. Damit erhielten mehr Thüringer Arbeitnehmer eine höhere Position oder einen größeren Verantwortungsbereich als im Bundesschnitt.

• Lohnt sich der ganze Aufwand?
Das Monatsgehalt der Absolventen, die einen Aufstieg realisierten, stieg bei 50 Prozent um bis zu 450 Euro, bei den übrigen sogar um bis zu 900 Euro. Damit einher gingen berufliche Veränderungen im Verantwortungsbereich. Allerdings mussten 40 Prozent der Absolventen das Unternehmen wechseln, um diese Verbesserungen zu erreichen.

• Förderung für die Weiterbildung ist im Freistaat besonders wichtig
61 Prozent der Absolventen erhielten für ihre Weiterbildung ein Aufstiegs-BAföG (bundesweit 47 Prozent), auch Meister-BAföG genannt.
Generell würden sich 89 Prozent (bundesweit 85 Prozent) der Befragten wieder für eine Weiterbildung entscheiden, wenn sie noch einmal vor die Wahl gestellt würden.